Home Die Vergangenheit Fahrzeuge Strecken Bilderbogen Die Zukunft +Plus Busnetz: Fahrzeuge Busnetz: Betriebshof Busnetz: Betriebe Busnetz: Linien
Busverkehr in Oberhausen  
   

Recht frühzeitig hielt der Omnibus als neues Verkehrsmittel Einzug in Oberhausen. Bereits 1925 richteten die Stadtwerke mit zwei Bussen eine Zubringerlinie in Richtung Königshardt ein. Im Jahr 1937 wurde eine weitere Buslinie vom neuen Oberhausener Hauptbahnhof nach Duisburg Hauptbahnhof eingerichtet; die kriegsbedingte Einstellung des Busverkehrs erfolgte Anfang 1945.

Aus bescheidenen Anfängen mit angemieteten Fahrzeugen nach Ende des Krieges wuchs bis zum Beginn der 1960er Jahre ein kleines Busnetz, das neben seiner Funktion als Zubringer für die Straßenbahn auch Verbindungen in die Nachbarstädte umfasste. 1963 wurden schließlich sieben innerstädtische Linien, zwei Linien nach Duisburg und eine nach Essen betrieben. Der Fuhrpark bestand aus 44 Bussen im Einmannbetrieb und 3 Gelenkbussen mit Schaffnerbetrieb.

***************************

Ein 1961 zur Erstellung eines neuen Generalverkehrsplans für Oberhausen eingeholtes Gutachten empfahl für einen Großteil des Straßenbahnnetzes die Umstellung auf Busbetrieb als billigere Lösung gegenüber einer ansonsten nötigen Modernisierung der Infrastruktur und Fahrzeuge der Straßenbahn. Lediglich den Linien 1 nach Mülheim und 5 nach Essen wurde das Potential zum Weiterbetrieb als Straßenbahn bescheinigt.

Dem absehbaren Ratsbeschluss vorgreifend, begannen ab 1963 bereits die Planungen zur Umstellung der Straßenbahnlinien auf Busbetrieb. Bereits 1964 wurden die ersten beiden Straßenbahnlinien umgestellt; am 01.01.1965 folgte die Straßenbahnlinie nach Buschhausen.

Der endgültige Ratsbeschluß zur Einstellung des Straßenbahnbetriebs erfolgte am 05.07.1965 und ging über die Empfehlungen des Gutachtens noch hinaus. Durch anstehende Straßenausbauten wären für den Weiterbetrieb der Straßenbahnlinien 1 und 5 erhebliche Aufwendungen für die Neuverlegung der Gleise erforderlich gewesen, die die Stadt Oberhausen nicht tragen wollte. So wurde auch für diese Linien die Umstellung auf Busbetrieb vorgesehen.

Bis zum Oktober 1968 wurden nun abschnittsweise die noch verbliebenen Oberhausener Straßenbahnlinien eingestellt und durch Buslinien ersetzt.

***************************

In den folgenden Jahren entwickelte sich der Busbetrieb in Oberhausen zu einem flächendeckenden Netz mit einer Vielzahl von Linien, die möglichst viele Wohngebiete umsteigefrei erschließen sollten.

Die dafür erforderlichen geringen Haltestellenabstände und Schleifenfahrten brachten allerdings relativ lange Reisezeiten mit sich. Mit dem stetig zunehmendem Pkw-Verkehr erhöhte sich zudem noch die Verspätungsanfälligkeit, da in den Haupt-Staubereichen eigene Trassen für den Busverkehr fehlten.

Im Rahmen des 1980 eingeführten Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, dem auch die Stadtwerke Oberhausen angehören, wurden und werden verschiedene Konzepte entwickelt, die zu einer steigenden Akzeptanz des ÖPNV führen sollen.

Eines dieser Konzepte ist ein hierarchisch gegliederter Busverkehr mit einem Grundnetz von schnellen und direkten CityExpress-Linien, das durch Stadtbuslinien mit Verteilerfunktion verdichtet wird.

Die Umsetzung dieses Konzepts wurde in Oberhausen Anfang der 1990er Jahre mit der Einführung der ersten CE-Linien begonnen, die erstmals Alt-Oberhausen und Sterkrade ohne Zwischenhalt verbanden.

***************************

Zum Fahrplanwechsel am 02.06.1996 kehrte nicht nur die Straßenbahn nach Oberhausen zurück, auch das Busnetz wurde mit Inbetriebnahme der ÖPNV-Trasse vollständig neu geordnet.

Kernstück des neuen Netzes sind je zwei CE-Linien, die über die ÖPNV-Trasse Alt-Oberhausen mit den Stadtteilen Sterkrade und Osterfeld verbinden, sowie eine fünfte CE-Linie nach Sterkrade über Buschhausen.

Als wichtigste Verknüpfungspunkte der CE-Linien und der Straßenbahn mit den Stadtbus-Linien wurden die Haltestellen Oberhausen Hbf und Sterkrade Bf im Zuge des Neubaus der ÖPNV-Trasse großzügig ausgebaut.

Das neue Liniennetz führte in vielen Relationen zu deutlich reduzierten Fahrzeiten und für viele Haltestellen zu einer häufigeren Bedienung. Entsprechend positiv fiel denn auch die Entwicklung der Fahrgastzahlen aus, die von 24,5 Mio. in 1995 auf 37,1 Mio. im Jahr 2000 gesteigert werden konnten.

***************************

Quellen:
Oehlert-Schellberg/Kunig: Straßenbahn in Oberhausen
www.busessen.de



*/28.12.03